Wie funktioniert eine Quarzuhr?

Quarzuhren sind die meistverkauften Uhren der Welt. Sie sind genau, robust und pflegeleicht. Der Grund liegt in einem kleinen Bauteil: einem Kristall aus Quarz.

Das Prinzip: ein schwingender Kristall

Quarz hat eine besondere Eigenschaft: Legt man eine elektrische Spannung an, verformt er sich minimal – und umgekehrt. In der Uhr steckt ein winziger, meist stimmgabelförmiger Quarzkristall, der durch die Batterie in Schwingung versetzt wird. In Armbanduhren ist er so geschliffen, dass er 32.768-mal pro Sekunde schwingt.

Vom Schwingen zur Sekunde

Ein integrierter Schaltkreis zählt diese Schwingungen und teilt sie immer wieder durch zwei. Nach 15 Teilungen bleibt genau ein Impuls pro Sekunde übrig. Dieser Impuls treibt einen kleinen Schrittmotor an, der über wenige Zahnräder die Zeiger bewegt – daher der typische Sekundensprung.

Genauigkeit

Weil der Quarz sehr gleichmäßig schwingt, erreichen einfache Quarzuhren typischerweise eine Genauigkeit von etwa ±15 bis 20 Sekunden pro Monat. Hochwertige, temperaturkompensierte Werke sind noch genauer. Die genauen Werte finden Sie in den Herstellerangaben.

Pflege

  • Batteriewechsel: je nach Werk und Funktionen alle paar Jahre. Tauschen Sie eine leere Batterie zeitnah – ausgelaufene Batterien können das Werk beschädigen.
  • Dichtigkeit: Beim Batteriewechsel sollten die Dichtungen geprüft werden, damit die Wasserdichtigkeit erhalten bleibt.

Kurz zur Geschichte

1969 stellte Seiko mit der Astron die erste Quarz-Armbanduhr vor. In den folgenden Jahren veränderte die Quarztechnik die Uhrenwelt grundlegend – mehr dazu in unserer Geschichte der Uhr.

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