Chronograph, GMT, Mondphase und andere Komplikationen erklärt
In der Uhrmacherei bezeichnet man jede Zusatzfunktion über die reine Zeitanzeige hinaus als Komplikation. Die bekanntesten im Überblick.
Datum
Die häufigste Komplikation. Ein Datumsring schaltet einmal täglich weiter. Bei Monaten mit weniger als 31 Tagen muss das Datum meist von Hand korrigiert werden. Tipp: Stellen Sie das Datum bei mechanischen Uhren nicht in den Stunden um Mitternacht um, während die Schaltung aktiv ist – außer der Hersteller erlaubt es ausdrücklich.
Chronograph
Ein Chronograph ist eine Uhr mit Stoppfunktion. Über zwei Drücker wird die Messung gestartet, gestoppt und zurückgesetzt. Kleine Hilfszifferblätter zählen die abgelaufenen Minuten und Stunden. Nicht zu verwechseln mit dem Chronometer – das ist eine Uhr mit geprüfter, besonders hoher Ganggenauigkeit.
GMT und zweite Zeitzone
Ein zusätzlicher Zeiger, der sich einmal in 24 Stunden dreht, zeigt eine zweite Zeitzone an – praktisch für Reisende und alle, die Kontakte in anderen Ländern haben.
Mondphase
Eine Scheibe mit Mondmotiv zeigt die aktuelle Phase des Mondes an. Einfache Mechanismen müssen alle paar Jahre um einen Tag korrigiert werden, aufwändigere laufen deutlich länger ohne Korrektur.
Tag-Datum und Wochentag
Zusätzlich zum Datum wird der Wochentag angezeigt – oft in einem Fenster bei 12 Uhr oder zusammen mit dem Datum bei 3 Uhr.
Weitere Komplikationen
- Gangreserveanzeige: zeigt, wie viel Energie noch in der Feder steckt.
- Ewiger Kalender: berücksichtigt unterschiedliche Monatslängen und Schaltjahre.
- Tourbillon: Hemmung und Unruh drehen sich in einem Käfig, um Lagefehler auszugleichen – heute vor allem ein Beweis uhrmacherischen Könnens.
