Die Quarzrevolution und ihre Auswirkungen auf die Uhrenwelt
Ende der 1960er-Jahre begann eine technische Entwicklung, die die Uhrenwelt innerhalb weniger Jahre grundlegend verändern sollte.
1969: die erste Quarz-Armbanduhr
Im Dezember 1969 stellte Seiko in Japan mit der Astron die erste Quarz-Armbanduhr vor. Sie war um ein Vielfaches genauer als mechanische Uhren – und zunächst sehr teuer.
Günstiger, genauer, massentauglich
In den 1970er-Jahren wurden Quarzwerke rasch kleiner, sparsamer und vor allem billiger. Auch Digitaluhren mit LED- und später LCD-Anzeige kamen auf. Eine genaue Uhr war plötzlich für jeden erschwinglich.
Die Krise der traditionellen Uhrmacherei
Für viele Hersteller mechanischer Uhren, insbesondere in der Schweiz, bedeutete diese Entwicklung eine schwere Krise. In den 1970er- und frühen 1980er-Jahren gingen zahlreiche Unternehmen und Arbeitsplätze verloren; die Branche musste sich neu aufstellen.
Neuorientierung
Die Antwort war zweigeteilt. Einerseits entstanden günstige, modische Quarzuhren – die 1983 eingeführte Swatch ist das bekannteste Beispiel. Andererseits besann man sich auf die mechanische Uhr als Luxus- und Kulturgut.
Die Renaissance der Mechanik
Ab den späten 1980er- und 1990er-Jahren erlebte die mechanische Uhr ein Comeback. Man kauft sie heute nicht, weil sie genauer wäre als Quarz, sondern wegen ihres Handwerks, ihrer Langlebigkeit und ihrer Geschichte.
Und heute?
Quarz- und mechanische Uhren existieren nebeneinander – jede mit eigenen Stärken. Einen neutralen Vergleich finden Sie auf Uhrenwerke verstehen.
