Die Angabe zur Wasserdichtigkeit gehört zu den am häufigsten missverstandenen Angaben auf einer Uhr. Ein „5 bar“ oder „50 m“ auf dem Gehäuseboden bedeutet nicht, dass Sie mit dieser Uhr 50 Meter tief tauchen können.
Was die Angabe bedeutet
Die Zahl beschreibt den Druck, dem die Uhr in einer Prüfung unter statischen Laborbedingungen standgehalten hat. Im Alltag wirken jedoch zusätzliche Kräfte: Bewegungen beim Schwimmen, Wasserstrahlen, Temperaturwechsel. Außerdem altern Dichtungen. Deshalb gilt eine vorsichtige Faustregel.
Faustregel für den Alltag
| Angabe | Geeignet für |
|---|---|
| 3 bar / 30 m | Spritzwasser, Regen, Händewaschen |
| 5 bar / 50 m | zusätzlich kurzer Kontakt mit Wasser; zum Schwimmen nur bedingt |
| 10 bar / 100 m | Schwimmen und Baden |
| 20 bar / 200 m | Schnorcheln und Wassersport |
| Taucheruhr (z. B. nach ISO 6425) | Gerätetauchen – gemäß Herstellerangabe |
Die Angaben des Herstellers in der Bedienungsanleitung haben immer Vorrang.
Die wichtigsten Regeln
- Die Krone nie unter Wasser bedienen; verschraubte Kronen vor dem Kontakt mit Wasser festschrauben.
- Keine heiße Dusche, Sauna oder Whirlpool mit der Uhr – Wärme und Dampf belasten die Dichtungen.
- Nach Salzwasser mit Süßwasser abspülen.
- Lederarmbänder sind nicht für Wasser gemacht – auch wenn das Gehäuse dicht ist.
- Dichtungen altern: Lassen Sie die Dichtigkeit regelmäßig prüfen, etwa beim Batteriewechsel.
Beschlag unter dem Glas?
Dann ist Feuchtigkeit eingedrungen. Bringen Sie die Uhr so schnell wie möglich zum Service – Feuchtigkeit kann das Werk innerhalb kurzer Zeit schädigen.
